Weiterbildung Curriculum B

Zielgruppe:

Dieses auf Curriculum A aufbauende, körpertherapeutische Weiterbildungsangebot eignet sich besonders für Psychotherapeut(inn)en, Ärztinnen und Ärzte sowie Dipl. Sozial- und Lebensberaterinnen und Lebensberater.

Einführung in die Anatomie des Bewegungsapparates, innere Medizin und Hygiene.

Für das Curriculum B braucht es bereits grundlegende Kenntnisse in Anatomie, inner Medizin und Hygiene. Diese Kurse werden in Zusammenarbeit mit einer anerkannten Massageschule angeboten.

Kurs 3 (40 Einheiten)

Die Massagetechniken in Kurs 3 werden feiner und subtiler, der Druck tiefer und das Bewegungsspektrum um verschiedene Dehn- und Mobilisationsarten erweitert. Dreh-, Schaukel- und Schüttelbewegungen, Tiefenstreckungen und passive Bewegungen der Extremitäten öffnen, befreien und bringen Unterbrochenes in Fluss. Dies erfordert von IGM-Körpertherapeut(inn)en erhöhte Sensibilität und Aufmerksamkeit.

Kurs 3

Folgende Zusatzseminare und Kurse sind erforderlich, um den Anforderungen in der praktischen Arbeit gerecht zu werden und mit Phänomenen, die in der Begleitung auftreten können, fachlich kompetent umgehen zu können:

Seminar: „Die Weisheit des Körpers“ (30 Einheiten)

In diesem Seminar wird dem intuitiven Erfassen von Körperprozessen vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Berührung ist nun eine therapeutische Intervention. IGM-Körpertherapeut(inn)en und Klient(inn)en vertrauen sich als Team der Weisheit des Körpers an, nehmen seine Botschaften wahr und achten auf den von Augenblick zu Augenblick entstehenden Prozess, also auf das sich entfaltende Erleben. Durch diese erlebnisaktivierende Arbeit werden experimentell neue Erfahrungsinhalte erschlossen, die Menschen dabei unterstützen sich selbst umfassender und differenzierter zu begreifen. Denn prozessorientierte Körpertherapie vertraut sich der subjektiven Wahrnehmung der Klient(inn)en an und richtet sich nicht nach Vorstellungen und Konzepten der Therapeut(inn)en. Sie ist dialogisch, im bewussten Kontakt auf der nonverbalen Ebene. „Der Körper führt uns, wir brauchen nur auf ihn zu hören.“ Klient(inn)en wird dabei die Möglichkeit gegeben, selbst Entdeckungen zu machen, sie immer mehr in Worte zu fassen und die Bedeutung gemeinsam herauszufinden. Die Therapeut(inn)en gehen mit dem Prozess der Klient(inn)en mit und stellen theoretisches Wissen sowie Empathie im Rahmen therapeutischer und persönlicher Möglichkeiten zur Verfügung.

Seminar: „Konzepte der Übertragung und Gegenübertragung bei körpertherapeutischen Interventionen“ (30 Einheiten) (In Zusammenarbeit mit: Dr. Dieter Viehböck)

Anhand der fünf Charakterstrukturen aus der bioenergetischen Analyse gibt es bei diesem Seminar die Möglichkeit, Übertragungs- und Gegenübertragungssituationen zu erkennen, um auf diese im therapeutischen Arbeitsprozess achten und sie bewusst integrieren zu können.
Ist man sich seiner eigenen Einstellungen und Haltungen bewusst, kann man sich durch gezielte Übungen für Begegnungen jenseits von Übertragung und Gegenübertragung öffnen. Wird man innerlich still und leer, dann lösen sich Gedanken und Verhaftungen und man verankert sich in seinem Wesen. Dadurch bezieht man in der Begleitung die Innere Weisheit mit ein. Es ist dies die Kraft, die tief in jedem Menschen beherbergt ist, eine innere Heilkraft, der man sich mehr und mehr anvertraut. Sie wird nun zur kompetenten Wegbegleiterin. Im Vertrauen darauf sind die Therapeut(inn)en dabei immer weniger aktiv Handelnde, sondern werden zunehmend zu Assistent(inn)en des Heilungsprozesses. Denn die Weisheit, die Veränderung und Heilung unterstützt, ist einerseits das therapeutische Wissen, andererseits kommt es zu einer Verbindung mit einem größeren Wissen, das in dieser Haltung zur Verfügung steht und weit über die eigenen intellektuellen Fähigkeiten hinausgeht.

Seminar „Prozessorientierte Körperarbeit in der Transpersonalen Psychotherapie“ (30 Einheiten)

Im Rahmen einer Weiterbildung für Psychotherapeut(inn)en in Transpersonaler Psychotherapie und Atemarbeit wird dieses Seminar von Sylvester Walch angeboten.
Das transpersonale Bewusstsein und das Wissen um die transpersonalen Phänomene in Diagnostik und Therapie werden hier angewandt. Auf diese Weise eröffnet sich ein besonderer Zugang zu spirituellen Entwicklungen, aber auch zu Krisen und Schwierigkeiten, die auf diesem Weg auftreten können. Die spirituelle Dimensionen von seelischen und somatischen Erkrankungen wird gesehen und ein ganzheitliches Heilverständnis entwickelt, weil man sich dadurch auch für die transpersonale Dimension des Heilens öffnet.

Zwei Kurse in intensiver Atemarbeit – Transpersonale Psychotherapie & Atemarbeit (je 20 Einheiten)

Durch geführte Vertiefung und Intensivierung des Atems, unterstützt von Musik und spannungslösender Körperarbeit, können unterdrückte Gefühle und verdrängte Erfahrungen wieder in das Bewusstsein gerufen werden. Durch Ausdruck, Austausch und Aufarbeitung in der Gruppe werden sie integrierbar. Für Körpertherapeut(inn)en ist es wichtig, selbst durch diese Erfahrungen zu gehen, um auch mit tiefliegenden emotionalen Prozessen der eigenen Persönlichkeit in Kontakt zu kommen.

Meditationsgruppen (20 Einheiten)

Meditation ermöglicht über äußere und innere Ruhe zurück zum inneren Halt, zur Verbindung mit der eigenen Mitte zu finden. Da in der IGM-Körpertherapie auch das transpersonale Bewusstsein zur Behandlung von Krankheiten und Störungen eingesetzt wird, ist Meditation eine grundlegende Möglichkeit um sich mit dieser Dimension des Menschseins immer wieder zu verbinden.